Nutzungserleichterungen bei der MFG Möwe

„Möwen Mitglieder“ in der Zeit des „shutdown“

In einer Mitteilung des Vorstandes an die Mitglieder der MFG Möwe wurde der Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung wieder freigegeben – aber mit Auflagen.
> Generell dürfen nur Mitglieder den Platz nutzen. Zuschauer, Gastpiloten und das „Lehrer-/Schüler-Fliegen“ sind nicht zugelassen.


> Eintrag in die Anwesenheitsliste und Nutzung des Desinfektionsspenders in der Hütte.
> Maskenpflicht nur bei grenzwertigem Abstand untereinander (weniger als 1,5 m)
> Beauftragung des Flugleiters (ab 3 Piloten am Platz) auf die Einhaltung der Regeln zu achten.

Nachdem eine Woche ins Land gegangen ist kann festgestellt werden - Vereinsleben bei der Möwe unter Einhaltung der Vorgaben findet wieder statt
.
Was haben eigentlich der Vorstand und die Mitglieder der Modellfluggemeinschaft Möwe Delbrück-Rietberg e.V. während der heruntergefahrenen Lebensfreiheit – dem „shutdown“ gemacht?

Die Berichte folgen alphabetisch den Vornahmen der jeweiligen Mitglieder.

Hier zunächst Detlef.
Überwiegende Arbeit im Home-Office ließ zunächst auf viel „Freizeit“ für den Modellflug hoffen.

Doch „Hausaufgaben“ in einem Versicherungsfall raubten davon viel Zeit ab.

Detlef hatte in seinem Haus diverse Aufgaben bekommen.

Das reichte von grundlegenden Installationsaufgaben über die Wartung seines Oldtimers bis endlich hin zum Modellbau.

Wenden wir uns nun dem Hermann zu.
Als Rentner ist die Situation verhältnismäßig unproblematisch.

Es fallen eigentlich nur die allgemeinen täglichen Besorgung im und für den Haushalt an.

Da kann man sich schon eher dem Hobby widmen.

Der nächste im Interview ist Jürgen.
Bedingt durch Kurzarbeit und Home-Office war ihm etwas an „Freizeit“ gegeben.

Lange auf der Helling liegende Arbeiten und ein neues Modell konnten in Angriff genommen werden.

Ein Flugsaurier wartet auf seinen „neuen Pelz“ und in die neu erworbene „Decathlon“ wurde ein starker Motor eingebaut.

Nun sind noch 11 Servos und die Elektrik zu ergänzen.

Dann dürfte dem Erststart nur noch das Wetter entgegenstehen.

Kommen wir nun zu Mark.
Als Selbständiger in Sachen Elektroinstallation konnte er nicht mit wesentlichen „Freizeiten“ infolge von Corona rechnen.

Im Baugewerbe allgemein wurde die Arbeit nicht knapp.

Aber die Materialversorgung, insbesondere aus Italien und Fernost wurde etwas problematisch.

Die dadurch aufkommenden Probleme mussten teilweise zeitintensiv bearbeitet werden.

So blieb ihm nur geringfügig Zeit für kleinere bis mittlere Modellbau-Reparaturarbeiten.

Als nächstes konnte Norbert für ein Interview gewonnen werden.
Als Angestellter eines größeren Unternehmens hat seine Freizeit auf Grund von Corona nur unwesentlich zugenommen.

Dennoch hat er mit seinem Freund eine gebrauchte CNC-Fräse erworben und instandgesetzt.


Als umfangreiches Projekt mit der Fräse wurden die Konstruktion und der Bau einer „Retro-Modell Astrohog“ mit Spannweite ca. 2,3 Meter, ca. 3 kg.

Gesamtgewicht incl. Antrieb durch einen Brushless-Motors in Angriff genommen.

Abschließend hat Reiner über seine „Mach-Werke“ berichtet.
Als Rentner könnte seine Situation verhältnismäßig unproblematisch sein.

Aber da sind die Aktivitäten in der Jugendarbeit .

Wegen Corona fanden letztmalig am 09. bzw. 12. März 2020 gemeinschaftliche Aktivitäten in Schulen und öffentlichen Werkräumen statt.

Weder im Werkraum des Gymnasiums Nepomucenum Rietberg (GNR) noch in der Grundschule Lippling konnte/durfte gemeinschaftlich weiter gebastelt werden.

Deshalb fielen im März die beiden letzten Basteltage der Jugend-Modellbaugruppe der MFG Möwe aus.

Die Modelle der 9 Teilnehmer hat er als „Job work at home“ in seiner Bastelwerkstatt fertig gestellt und den Jugendlichen zukommen lassen.

Die durften allerdings bisher noch nicht damit zum Fliegen auf das Gelände der MFG Möwe kommen.

Die 9 Kinder, die in der Offenen-Ganztags-Schule (OGS) am Flugmodellbau teilgenommen haben, konnten ihr 5-tes Modell des laufenden Kurses nicht beenden.

Die halbfertige erste Tragflächenhälfte wartet auf die Dinge, die nach der Freigabe durch den Kultusminister in NRW zu gegebener Zeit wieder möglich werden – wann???

Als problematisch stellt sich die Situation im GNR dar. Hier haben 6 Teilnehmer der AG Modellbau ihre Bausätze bei der Schulleitung bezahlen müssen, können sie aber nicht fertig bauen.

An nur drei Basteltagen á. 1,5 Stunden haben sie den Rohbau der Leitwerke und des Rumpfes ihrer Segler „GNR-MUC 2“ (1,5 m Spannweite - Hälften steckbar;

Länge 860 mm; Gewicht ca. 400 Gramm) geschafft.

Das war in der knappen Zeit ein guter Baufortschritt. Schliff und Einlassgrund sowie Endlackierung wurde von Reiner als „Job work at home“ ausgeführt.

Nach erfolgten Lockerungen der Corona-Einschränkungen wurde versucht ab 11. Mai wieder im GNR weiter daran arbeiten zu können.

Das ist laut Beschluss des Kultusministeriums NRW ggf. aber erst nach dem 26. Mai möglich – wenn es denn die neuen Bestimmungen überhaupt zulassen.

Dann ständen überdies nur noch zwei Montage (8. und 15.6.) zur Verfügung, bevor das Schulhalbjahr zu Ende geht.

Damit die Jugendlichen vom GNR einen Gegenwert zu ihren Bausatzpreisen bekommen hat Reiner die Restarbeiten wieder als „Job work at home“ durchgeführt.

Leider kommen die AG-Teilnehmer bezüglich theoretischer und praktischer Übungen zu kurz.

Das ist in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeiten nicht anders möglich. Bleibt momentan die Hoffnung, dass wenigstens am 15. Juni das Einfliegen der Modelle möglich ist.

Doch Reiner hat auch noch Zeit gefunden das Modell „POU DU CIEL dem Nachlass des Vereinsfreundes Günter Trakies zu restaurieren.

Nun warten bei Reiner noch etliche eigene Modelle auf Fertigstellung (Bleriot) und Reparatur bzw. Umbau (Etrich Taube).

Langeweile wird hier nicht aufkommen.

In diesem Sinne wünschen wir allen die wegen Corona zusätzliche Freizeit haben, dass sie ein sinnvolles Hobby für aktive Nutzung der Zeit haben.


Delbrück, 17.05.2020
Reiner Mach