Ju-87 Stuka G2 35e Optimierung

Die einfachere Variante, für die ich mich entschieden habe, wird über zwei angewinkelte, flexible Stangen und vier 2 cm lange Führungsröhrchen in den Klappen gelöst.

Zunächst brauche ich für jede der inneren Klappen zwei Hörner mit Gelenk, wie sie auf Bild 5 (roter Pfeil) bereits an den Großen Landeklappen vorhanden sind. Dafür verwende ich die bereits vorhandenen Hörner (roter Kreis). Diese sind exakt so groß, wie alle weiteren Hörner, nur dass eben am hinteren Ende nochmals ein Zapfen dran ist, den man in die dann starre innere Landeklappe verklebt.

Die Hörner für die kleineren Landeklappen werde ich so lösen, wie es auf den Bildern 6 bis 8 zu sehen ist. Bild 7 zeigt, wie das Gegenstück an der Klappe aussehen muss. Hier gilt nochmals meinem Vereinskollegen Hermann Sackbrook vielen Dank, der mir aus GFK die kleinen Hörnchen gezaubert hat. (Mir selbst fehlt leider der berühmte Bastelkeller mit all den nötigen Werkzeugen, die so ein Horn in angemessener Zeit entstehen lässt. Ich hätte Stunden gebraucht und wahrscheinlich wären die vier Dinger alle unterschiedlich geworden. Einen ersten Versuche hatte ich verzweifelt abgebrochen.)

Nun werde ich an der Seite der inneren, kleinen Klappen in Höhe der auf dem Dekor angezeigten Mittellinie eine Bohrung von 2 mm Durchmesser und mit einer Tiefe von 2 cm vornehmen. Hierein wird ein ebenso langes Metallröhrchen mit einem Tropfen dünnflüssigem Sekundenkleber eingeführt. Das selbe mache ich auf der äußeren Landeklappe.

Die Metallröhrchen sorgen dafür, dass ich nun eine dünne Stange einziehen kann, die in beiden Klappen beweglich ist. Wenn beide Landeklappen einer Tragfläche nach unten klappen, vergrößert sich durch den Knickflügel der Abstand zwischen den Klappen. Die Stange kann so etwas heraus gezogen werden. Beim Hochfahren der Landeklappen schiebt sich die Stange wieder in die Röhrchen. Da sie so lang ist, dass sie nicht aus der Führung der beiden Klappen herausgezogen werden kann, ist alles in Ordnung.

Nun gibt es allerdings noch einen kleinen Nachteil, der durch die unterschiedlichen Winkel der Klappen an den Knickflügeln entsteht. Und besonders, wenn die Landeklappen gesetzt werden, vergrößert sich der Winkel zwischen den beiden Klappen einer Tragfläche deutlich. Das kann man sicher professionell lösen. Ich habe es ganz einfach und funktionell gelöst. Die inneren Landeklappen habe ich so verschraubt, dass die Schrauben etwa zwei Millimeter Luft haben. Das heißt, sie sitzen nicht so stramm, dass die Gelenke direkt aneinander liegen, sondern etwas wackelig befestigt sind. Durch die eingezogene Stange, die ich dann in die innere Landeklappe eingeführt und die Hörner schlussendlich an der Tragfläche verklebt habe, sitzen die kleinen Klappen sicher und fest, ohne dass sie sich durch die lockere Verschraubung verschieben können.

Setze ich nun die Landeklappen, so werden die inneren mit den äußeren heruntergezogen. Ok, die Stange entspricht nicht der originalen Stuka, aber sie fällt auch kaum auf. Mit diesem Kompromiss kann ich leben und habe nun endlich vier Landeklappen, die angesteuert werden und optisch einfach gut sind! Wobei die Wirkung der Klappen auch sprübar sind und das Flugzeug mit Standgas bald in der Luft stehen bleibt.