Ju-87 Stuka G2 35e Optimierung - Seite 3

Der erste Test
Nachdem die Arbeiten abgeschlossen waren, habe ich einen ersten Test im Trockendok gemacht. Akku angeschlossen und den Schalter für die Landeklappen umgelegt. Nach etwas Feineinstellung habe ich für die Klappen zwei Positionen programmiert. Eine für leicht gesetzten Winkel und eine weitere für volles Herunterfahren mit recht steilem Winkel.

Und dann noch der hier...
Die Landeklappen werden bei dem vorgefertigten Hyperion-Modell durch Ruderhörner angesteuert, die sehr grenzwertig sind. Hyperion-Modelle sind erfahrungsgemäß sehr guter und es gibt selten Kritikpunkte. Allerdings bin ich an dieser Stelle etwas enttäuscht. Werden die Landeklappen weit runtergezogen, sodass sie eine hohe Wirkung zeigen, besteht die Gefahr, dass man sie nicht mehr hochfahren kann, da die Anlenkstange beinahe 180 ° zum Ruderhorn erreicht. Besonders gefährlich ist es, wenn sich auf einer Seite das Ruder wieder hochfahren lässt und auf der anderen Seite blockiert. Das entsteht dadurch, weil das Horn zu kurz ist. Nach dem Runterfahren kann so das Horn nach oben oder unten gedrückt werden. Wird es nun durch die Stange hoch- statt runtergedrückt, bleibt die Landeklappe gesetzt und das Servo versucht ständig dageben zu drücken, was dem Servomotor auf längere Dauer nicht besonders gut tun wird. Des weiteren droht ein Absturz wegen unterschiedlichen Luftströmen an den Tragflächen, bei dem das Modell nur schwer abgefangen werden kann.

Wie man dem entgegenwirken kann? Da ich das Ruderhorn bereits verklebt hatte, habe ich mir nun aus GFK zwei Hörner geschnitten, die rund 1,5 cm länger sind. Hierdurch bleibt der Winkel beim Setzen der Landeklappen steil genug, dass beim Einfahren der Klappen diese auch wirklich wieder hochfahren und das Servo nicht blockiert werden kann. Die neuen Hörner habe ich einfach mit Sekundenkleber an die originalen Hörner geklebt, durch beide Hörner ein 2 mm-Loch gebohrt und dadurch eine kurze M2-Schraube geschoben. Dann mit Unterlegscheiben und einer Mutter gesichert.

 

 

Olaf Albrecht
Rietberg, 13.08.13